Vor etwa 20 Jahren haben die Ingenieure von Mazda Europe einen 2,5-Liter-V6 in einen MX-5-Prototyp eingebaut. Sofort traten Probleme auf. Das Ding war viel zu hoch, um ohne Probleme unter die Motorhaube zu passen. Es hat das Aussehen der Frontpartie beeinträchtigt. Und sie mussten Halterungen und alle Kühlleitungen überarbeiten, nur damit es funktioniert.
Was der Prototyp eigentlich war
Dieses Ding entstand aus einem inoffiziellen Projekt in Europa, nicht aus einem offiziellen Vorstoß von Mazda. Das Team dort hat keine Details zum Basisfahrzeug preisgegeben. Aber Hinweise deuten darauf hin, dass es mit dem MX-5 der NC-Serie begann, dem Modell der dritten Generation aus dem Jahr 2005. Es ist der größte Miata, den sie gebaut haben. Nur so konnte man einen V6 einbauen, ohne das Fahrgestell von Grund auf neu zu konstruieren.
Motorwahl und grundlegende Daten
Sie entschieden sich für einen Mazda K-Series V6, der in der Vergangenheit europäische Autos wie den 626, MX-6 und Xedos 9 oder Eunos 800 antrieb. Diese Motoren leisteten etwa 125 kW und 216 Nm. Das passt zu dem, was Europa damals bekam. Und es kommt dem nahe, was der 2,0-Liter-Vierzylinder des NC leistete: 125 kW und 190 Nm. Kein großer Sprung.
Verpackungsprobleme: Warum es nicht geklappt hat
Einen V6 in den winzigen Motorraum des MX-5 einzubauen? Schwierig. Die Ingenieure stießen immer wieder an Grenzen. Höhe. Halterungen. Kühlung. Alles summierte sich schnell.
- Höhe und Freiraum unter der Motorhaube. Der V6 stach wie ein Dorn im Auge hervor. Das hätte eine unschöne Wölbung auf der Nase bedeutet. Außerdem Probleme mit den Crash-Sicherheitsvorschriften für Fußgänger.
- Montage und Balance. Um das spritzige Fahrgefühl des MX-5 zu erhalten, wären stärkere Fahrgestellteile und eine neue Fahrwerksabstimmung erforderlich gewesen. Das erhöht das Gewicht. Und den Aufwand.
- Kühlsystem und Extras. All diese Rohre und Schläuche waren eng gedrängt. Größerer Kühler. Überarbeitete Belüftungsöffnungen. Sogar die Klimaleitungen mussten verlegt werden.
- Kosten für die Zertifizierung. Eine Europa-Sonderanfertigung? Viel Geld für Anpassungen und Genehmigungen. Wofür, eine Handvoll Verkäufe?
Fahreindrücke vom Prototyp
Insider bei Mazda nannten das Fahrgefühl interessant. Kein Wunder. Ein V6 glättete das Hochdrehzahldrehmoment. Gab ihm ordentlich Schub im mittleren Drehzahlbereich. Aber er zerstörte die federleichte Nase und das sofortige Ansprechen der Lenkung. Mehr Drehmoment, klar. Aber er verlor die Seele des MX-5. Wie einem Tänzer ein Muscle-Car-Feeling aufzuzwingen.
Vergleich: V6-Prototyp vs. serienmäßiger 2.0
| Attribut | V6-Prototyp (ca.) | Serienmäßiger MX-5 2.0 (NC-Ära) |
|---|---|---|
| Spitzenleistung | ~125 kW | 125 kW |
| Spitzendrehmoment | ~216 Nm | 190 Nm |
| Verpackung | Kompromissbehaftet, hoher Motorraum | Gut verpackt, niedrige Motorhaube |
| Charakter | Sanfter, mehr Drehmoment im mittleren Bereich | Leicht, reaktionsschnell, schärferes Einlenkverhalten |
Warum ein V6 MX-5 nie in den Verkaufsräumen stand
Der Prototyp zeigte echte Cleverness. Aber wirtschaftlicher Verstand und technische Grenzen machten ihm schnell den Garaus.
- Es war ein Nebenprojekt von europäischen Ingenieuren in ihrer Freizeit. Keine große Unterstützung des Unternehmens, um es weiter voranzutreiben.
- Sie hätten so viel für das Handling umbauen müssen, damit es authentisch bleibt. Das treibt die Kosten in die Höhe. Und das Gewicht.
- Nicht genug zusätzliche Geschwindigkeit, um die Rechnung zu rechtfertigen. Die Leistung ist fast die gleiche wie beim serienmäßigen 2.0. Schwacher Verkauf.
- Mazdas gesamte MX-5-Philosophie dreht sich um ausgeglichenes Gewicht und schnelle Bewegungen. Nicht um große Motoren oder Status-Protzerei.
Historischer Kontext: Mazdas Appetit auf MX-5 mit mehr Leistung
Mazda hat immer mal wieder mehr Leistung angestrebt. Anfang der 2000er Jahre in Australien turboluden sie den 1.8 für das SP-Paket – erreichte 150 kW und 280 Nm, aber es wurden nur wenige gebaut. Dann gingen die Mazdaspeed- oder SE-Modelle mit 133 kW und 226 Nm global. Gab etwas zusätzlichen Kick, ohne das Budget zu sprengen. Zeigt, dass sie manchmal mit schärferen Miatas spielen. Aber immer clever, keine totale Überholung.
Implikationen für Vermietungen und Enthusiasten
Aus der Sicht eines Autovermieters prägt das Erdenken von leistungsstarken Klassikern wie diesem das Aussehen der Flotten. Beeinflusst die Versicherungsraten. Kautionen. Wer ihn mieten will. Folgendes sticht hervor.
- Steigert das Interesse an Cabrios und lustigen Kompakten. Ein V6 Miata hätte Schrauber für schnelle Wochenendausflüge angezogen.
- Versicherungsanpassungen und höhere Kautionen. Heißere Autos bedeuten, dass Autovermietungen mehr berechnen, um Risiken abzudecken.
- Kraftstoffverbrauch und Unterhalt. Ein bisschen durstiger, vielleicht schnellerer Verschleiß. Das erhöht die Tagesgebühren.
- Mischt die Garage auf. Mehr Sportwagen und Cabrios neben den üblichen Limousinen und Vans.
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